Wunder vergehen

Gedenkseite Lukas Jansen


OPSI

overwhelming post-splenectomy infection

Das OPSI-Syndrom steht für "overwhelming post-splenectomy infection". Es beschreibt ein schweres septisches Krankheitsbild, das bei Asplenie (fehlender oder  Milz) entstehen kann. Es besteht Lebenslang ein hohes Risiko einer ggf tödlich verlaufenden bakteriellen Infektion. Mit einer Mortalitätsrate von bis zu 90% ist die Chance für den Patienten auch unter Intensivmedizinischen Bedingungen gering. Bei Asplenie (fehlender oder nicht funktionsfähiger Milz) entfällt ein wichtiges Organ für die Infektabwehr. Die Infektion mit bekapselten bakteriellen Erregern (z.B. Pneumokokken, Haemophilus influenzae, Meningokokken) kann dann zu einer fulminant verlaufenden Sepsis führen. Das mit bis zu 80% der Fälle häufigste Bakterium, das ein OPSI-Syndrom, besonders bei Kindern, verursacht, ist Streptococcus pneumoniae . Mit 3-5% ist das OPSI Syndrom eine realtiv häufige Komplikation. Das Risiko lässt sich häufig schwer quantifizieren liegt aber mit 1:20 für das Lebenslange Risiko extrem hoch! Die jährliche Inzidence liegt etwa bei 0,2-0,5% pro Jahr. Laut Medizinern ist das Risiko in den ersten 2 Jahren besonders hoch. Jedoch werden Patienten, dann auch meist noch gut therapeutisch begleitet. Es ist wichtig ein Bewusstsein für das extrem hohe lebenslange Risiko zu bekommen und Lebenswichtige Schutzmassnahmen zu erhalten! Hierzu zählen besonders :

 

  • Schutzimpfungen gegen Pneumokokken , Hib, Menigokokken ACWY und B! Sowie jährliche Influenza Schutzimpfungen. Idealerweise sollten Patienten bereits 14 Tage VOR Splenektomie immunisiert werden, spätestens jedoch 7 Tage danach.
  • Penicillin Prophylaxe; Kinder mindestens 5 Jahre
  • sofortige Antibiotika Therapie bei dem Verdacht eines bakteriellen Infektes
  • Schulungen zur Prophylaxe sowie Erkennung Anzeichen bakterieller Infekte
  • Notfallausweis  Notfallpass


Leider besteht kaum bis gar kein Bewusstsein für diese schwerwiegenden i.d.R tödlichen Komplikationen.Vorsorgeprogramme und Schulungen fehlen gänzlich, Aufklärung und Beratung sind oftmals  mangelhaft bzw finden zum Teil gar nicht statt!

Obwohl das größte Risiko laut Medizinern in Gesprächen für die ersten 2 Jahre angegeben wurde, finde ich selber in Recherchen überwiegend Fälle, die mindestens 1 oder gar 2 Dekaden post Splenektomie erfolgten.  Auch bin ich persönlich fast ausschliesslich auf Pneumokokken als Auslöser der OPSI gestossen.
In Australien wurde ein Präventionsprogramm etabliert, das Vorkommen von fulminanten Sepsisverläufen konnte um fast 70% reduziert werden.

Spleen Australien

Patienten insbesondere Kinder ohne (funktionierende) Milz sind Hochrisikogruppen und müssen besonders geschützt werden. - Schutz durch Aufklärung  für diese Hochrisiko Kinder ist Ziel meiner Seite .

 

 

(rechtlicher Hinweis; ich bin betroffene Mutter - dies ist ein Erfahrungsbericht und erhebt nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Arbeit!)

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